Textile Haut
418
portfolio_page-template-default,single,single-portfolio_page,postid-418,cookies-not-set,stockholm-core-1.1,select-theme-ver-5.1.8,ajax_fade,page_not_loaded,menu-animation-line-through,wpb-js-composer js-comp-ver-6.0.5,vc_responsive

Textile Haut

Do you ever feel like a plastic bag?

 

Hegel beschreibt mit dem Verweis auf Treviranus und am Beispiel des Polypen die (menschliche) Haut als verdauende, durchlässige Schicht:

„‚[…] Ja, der Polyp ist auch imstande, mit seiner äußeren Fläche zu verdauen. Man kann ihn umstreifen‘, wie einen Handschuh, ‚und die innere Fläche seines Magens zur äußeren machen, und doch erfolgen die erwähnten Phänomene noch ebenso wie zuvor.‘“

(Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse 1830. Zweiter Teil. Die Naturphilosophie. Mit den mündlichen Zusätzen, Frankfurt am Main 1986, S. 486.)

 

 

„Auf diesen Körper muß man achten, das heißt auch, ihn disziplinieren. Norbert Elias (1976) schildert den Prozeß der Selbstregulierung von Affekten und körperlichen Bedürfnissen, die von dem Wunsch getragen sind, den Körper verschlossen zu halten. Mit der Vorstellung des geschlossenen Körpers geht die Trennung eines Körperinneren von einem Körperäußeren einher. Durch die machtvolle Durchsetzung des wissenschaftlichen Denkens (vgl. Foucault) wandelt sich der offene, fließende, im Austausch begriffene Körper in einen geschlossenen.“

(Löw, Martina: Raumsoziologie, Frankfurt am Main 2017, S. 117.)

 

1. Jens Kothe, O.T. / Elemsys I, 2019 cushion, fabric, wood construction, transparent varnish, silicon, latex, synthetic resin, steel, nails, screws, staples, full dimension with 12 panels: 355 x 252 x 20 cm (panel combination from 2 pieces upwards possible), Courtesy Jens Kothe

5. Jens Kothe, O.T. / wall object XIII, 2017, cushion, fabric, foam, wood construction, acrylic paint, nails, screws, 180 x 250 x 15 cm, Courtesy Jens Kothe

 

 

 

Date

9. April 2020